Freitag, 5. Februar 2016

Happy Lunar New Year|Neujahrs-Dumplings

Jiao-Zi-II

Am 8. Februar 2016 beginnt das neue Mondjahr in China. Wir verlassen das Jahr des Schafs und kommen ins Jahr des Affens. Das Jahr des Affens steht fuer Schnelligkeit und Wendigkeit. Wer also im Zeichen des Affen geboren wurde, hat ein besonders gutes Jahr vor sich.

Ein riesengrosses Fest ist das Chinesische Neujahr. Zu Vergleichen bei uns mit Weihnachten und Silvester. Familien sehen sich oft nach einem Jahr zum ersten Mal wieder, da ist natuerlich die Freude gross. Es gibt jedermenge Geschenke und das wichtigste davon ist der rote Umschlag. In diesem befindet sich Geld, welches unbedingt in einer ungeraden Zahl, ueberreicht werden muss. Denn sonst bringt das Unglueck.

Da Chinesen ein ziemlich Aberglaeubisches Voelkchen sind, gibt es natuerlich auch beim Essen bestimmte Speisen die zu den Feiertagen gekocht und gegessen werden. Damit jeder Glueck, Geld und Reichtum im naechsten Jahr erwarten kann.

Das ist u. a. ein Fisch oder Huhn welches im Ganzen serviert wird. Dies symbolisiert "Gesundheit" fuer das kommende Jahr. Wuerde man es auseinander nehmen, bevor das Tier serviert wird, wuerde man die Gesundheit von aller in dem Jahr gefaehrden.
Lange ungeschnittene Nudeln z. B. stehen fuer longevity, sprich fuer ein langes Leben.

Auch ist es wichtig gruenes Gemuese zu essen, denn das steht fuer Geld, Wohlstand und Reichtum.
Natuerlich nicht zu vergessen unsere Neujahrs Dumplings (jiao zi). Hier wird gesagt das die wie ein historischer Gold- o. Silbebarren aussehen und das steht natuerlich auch fuer Reichtum, Erfolg und Wohlergehen.

In manchen Familien wird in einem von den JiaoZi's eine kleine Muenze versteckt. Wer diesen Dumpling bekommt, hat besonders viel Glueck in dem kommendem Jahr.

Dann wuensche ich Euch allen ein wunderbares Chinesisches Neujahr mit viel Gesundheit, Erfolg und Wohlergehen.

Fuer eine Grossfamilie braucht Ihr:


Fuer den Teig:

200 g Weizenmehl
110 g Wasser (Zimmertemperatur)
1/4 TL Salz

Fleischfuellung:

250 g mageres Schweinehackfleisch (oder gleich die chin. Version das bei uns sowas wie Hackepeter bzw. Schweinemett ist)
500 g Chinakohl, fein gehackt
6-8 frische Shitake Pilze, fein gehackt
2 EL Fruehlingszwiebelgruen, feine Roellchen
etwas Wasser (1-2 EL)

Gewuerzmischung:

1 EL Ingwer, frisch gerieben
1/2 TL Salz
1/2 TL Zucker
1/4 TL weissen Pfeffer
1/2 TL Sesam Oel
1/2 EL helle Sojasosse
1/2 EL dunkle Sojasosse

Mehl und Salz mischen, danach das Wasser zum Mehl geben und mit einem Kochloeffel verruehren. Wenn der Teig zusammen kommt, mit den Haenden kneten und danach fuer 30 Minuten ruhen lassen.

Schweinehack in eine Schuessel geben, die Gewuerzmischung dazu und das Wasser. Alles gut verruehren. Danach den ausgedrueckten Chinakohl und die Pilze untermischen, sowie das Fruehlingszwiebelgruen. Wenn alles gut zusammen klebt, falls nicht, noch einmal einen EL Wasser untermixen, abdecken und in den Kuehlschrank stellen.

Den Teig fuer die Dumplings nun immer Portionsweise zu 10 g abstechen. Auf einer bemehlten Arbeitsflaeche die Teiglinge rund ausrollen. Mit 1 TL von dem Fleischteig in der Mitte befuellen und die Raender uebereinander schlagen. Zusammendrucken so dass keine Luft im inneren zurueck bleibt.

Solange weiter verfahren bis der Fleischteig aufgebraucht wurde.
Die fertigen Teigtaschen auf einem bemehlten Holztablett oder Kuchenblech zwischen parken. Die Dumplings sollten sich nicht beruehren da der Teig sehr klebrig ist und ihr diese nicht mehr ohne grossen Schaden auseinanderbringt.

Jiao-Zi

Es gibt 3 Moeglichkeiten der Zubereitung:

- Im Wasser kochen:
Einen grossen Topf mit Wasser auf den Herd stellen, der Topf sollte halbvoll befuellt werden, und zum kochen bringen. Wenn das Wasser kocht, soviele Teigtaschen hineingeben das der Boden bedeckt ist. Sobald die Dumplings oben schwimmen, nochmals mit einer Schuessel eiskaltem Wasser uebergiessen. Wenn das Wasser zum zweiten Mal kocht, die Potsticker noch 6-8 Minuten simmern lassen.

-Im Bambuskoerbchen daempfen:
In einem Wok soviel Wasser erhitzen, dass das Wasser nicht das Bambuskoerbchen beruehrt. Die Teigtaschen, in dem mit Chinakohl ausgelegten Koerbchen, so arrangieren das sich diese nicht beruehren. Deckel auf den Bambuskorb und fuer ca. 5-8 Minuten daempfen. Den Wok ebenfalls mit einem Deckel verschliessen.

-In der Pfanne (mein Favorit) braten:
In einer Pfanne 2 EL Oel erhitzen und die Teigtaschen dort hineingeben. Auch hier darauf achten, dass sich die Teile nicht beruehren. Dumplings fuer eine halbe Minute bei mittlerer Hitze anbraten und danach mit soviel Wasser abloeschen, das diese zu 1/3 im Wasser stehen. Achtung, spritzt etwas! Sofort mit einem Deckel verschliessen. Nun werden die Teigtaschen gedaempft und gleichzeitig verdampft das Wasser und der Boden wird schoen knusprig. Sobald alles Wasser verdampft ist sind Eure Chinesischen Neujahrs Dumplings fertig zum servieren.

Nun fehlt nur noch eine Sosse zum dippen.
Diese ist schnell gemacht und Ihr braucht dafuer:

4 EL schwarzen Reisessig
3 EL Ponzu Sosse
1 TL geriebenen frischen Ingwer
1 Knoblauchzehe, frisch gepresst
etwas Fruehlingszwiebelgruen

Alles in einem Schaelchen vermischen und dazu reichen.

Dieses Rezept stammt von Alice, einer Hong Kong Chinesin, die in Guangzhou Kochunterricht gibt. Von ihr habe ich schon vor Jahren zwei Rezepte gepostet. Einen Pomelo Salat und Bang Bang Huehnchen Salat.

Dienstag, 2. Februar 2016

Fruchtige Moehren-Orangen Suppe

MoehrenOrangenSuppe

Mr. F. hat eine Zahn-OP hinter sich und seitdem gibt es bei uns jeden Tag eine andere Suppe. Oder zumindest etwas was sich leicht schlucken laesst, wenn man(n) nicht beissen kann.
Aus diesem Grunde wurde gestern eine wunderbar fruchtige Karottensuppe gekocht, die ich Euch natuerlich nicht vorenthalten moechte.
Das Rezept habe ich irgendwann Mitte der 90ziger von einer lieben Arbeitskollegin bekommen. Allerdings wird in diesem Rezept mit viel Sahne und Butter gekocht. Das habe ich gestern geaendert und mehr Orangen dazu genommen, sowie ein paar Mandarinen in die Suppe getan. Ausserdem kommt diese Gericht ganz ohne tierische Produkte aus.

Fuer 8-10 Personen:

1,5 kg Karotten
1 grosse Zwiebel
3 Selleriestangen
3 EL neutrales Pflanzenoel
1,2 Liter Wasser oder Gemuesebruehe
6 Mandarinen
Saft von 6-8 Orangen (frisch gepresst)
Salz, Pfeffer, Muskat nach Geschmack
pro Teller 1 EL Leinoel

Zwiebel und Sellerie in grobe Wuerfel schneiden. Oel in einem hohen Topf erhitzen und darin Zwiebel, Sellerie anbraten. Nach 6 Mintuen die geschaelten und grob gewuerfelten Karotten dazu geben. Nochmals unter staendigem ruehren etwas anschwitzen.

Danach mit Wasser oder Bruehe abloeschen. Die geschaelten Mandarinen zu den Moehren geben und alles zusammen fuer 20-30 Minuten koecheln lassen. Mit Salz und Pfeffer wuerzen.

Waehrend die Suppe vor sich hinkocht, die Orangen auspressen.

Den Topf vom Herd nehmen und mit dem Puerierstab das Gemuese zerkleinern. Danach den frisch gepressten Orangensaft hineingiessen und mit Salz, Pfeffer, Muskat abschmecken.

Die Moehrensuppe in tiefe Teller fuellen und mit 1 EL Leinoel betraeufeln. Wer will kann noch mit Minze und/oder Fruehlingszwiebelgruen garnieren.

Lasst es Euch schmecken.

Falls Ihr neugierig geworden seit was es noch fuer Suppen gab, hier eine kurze Auflistung:

Rote - Bete - Suppe (fuer Mr. F. allerdings pueriert)
Gelbes Dal
Brokkoli-Blumenkohl Suppe

Freitag, 22. Januar 2016

Eisen...

...benoetigt unser Koerper zur Herstellung von roten Blutkoerperchen die unsere Zellen mit Sauerstoffversorgen. Wer sich oft matt und muede fuehlt, ja sogar mit Kreislaufproblemen zu kaempfen hat, der koennte an Eisemangel leiden.
Viel Eisen findet sich u.a. in Leber, Blutwurst, Austern, Weizenkleie, Huelsenfruechte, getrockneten Aprikosen, Hirse, Haferflocken.

Donnerstag, 21. Januar 2016

Lammkeule mit Roestgemuese

Lammkeule-I

So ab und zu ueberkommt uns die pure Fleischlust und es muss einfach mal wieder ein "Sonntagsbraten" auf den Tisch kommen. Diesmal in Form einer Lammkeule.

Deshalb halten wir uns gar nicht lange mit grossartigen vorreden auf, sondern fangen direkt mit dem Rezept an. Von der Keule werden locker 4-6 Personen satt. Das Rosetgemuese findet Ihr hier.


1,3 kg Lammkeule
8-10 Knoblauchzehen
4 Zweige Rosmarin
1/2 Zitrone
200 g Vollfettjoghurt
Salz und Peffer zum Einreiben der Keule
1/8 l Wasser

Von der Lammkeule saemtliches sichtbares Fett entfernen.
Dann kleine Schlitze ins Fleisch schneiden und die geschaelten Knoblauchzehen darin versenken. Das darf auch ruhig bis zum Knochen runter gehen. Das Gleiche macht Ihr mit dem Rosmarin, den Ihr von 1 bis 2 Zweigen zupft. Alles soll schon gleichmaessig verteilt werden.

Danach das Fleisch grosszuegig salzen und pfeffern. Nun die Keule dick mit dem Joghurt einreiben und fuer 2 Std. marinieren lassen.

Lammkeule

Backofen auf 180 C Grad Ober- Unterhitze vorheizen.
Das Fleisch eine halbe Stunde bevor Ihr es in den Ofen schiebt aus dem Kuehlschrank nehmen. In einen Braeter legen oder in den Roemertopf (muss vorher gut gewaessert werden). Oder einfach auf ein Backblech legen. Zitronenscheiben und restlichen Rosmarin auf der Keule verteilen.

Ein 1/8 l Wasser angiessen und den Deckel auf den Braeter legen. Beim Backblech mit Alufolie abdecken. Den Braten nun fuer 2,5 Std. in den Ofen schieben. Nach der Zeit den Deckel abnehmen und nochmals fuer 1 Stunde im Ofen braten lassen.
Nun den Ofen auf 200 C Grad hochdrehen und eine weitere halbe bis dreiviertel Stunde braten. Danach die Grillfunktion einschalten und der Lammkeule nun eine gute Kruste geben, auf allen Seiten. Das heisst, immer wieder wenden. Bei mir hat das ca. 45 Minuten gedauert.

Und fertig ist Euer Sonntagsbraten.
Dazu hatte ich, wie oben bereits erwaehnt, Ofengemuese und einen Tahini-Joghurt gereicht. Fuer den Joghurt braucht ihr etwas Salz und Peffer. 4-5 EL Tahinipaste und 200 g Vollfettjoghurt. Alles in einer Schuessel mischen und dazu servieren.

Lasst es Euch schmecken!

Montag, 18. Januar 2016

Ofengemuese

Ofengemuese

Ein koestliches Gemuese, welches immer zu einem Sonntagsbraten passt, oder wie in unserem Fall zur Lammkeule. Schmeckt allerdings auch sehr gut, ganz fuer sich alleine, mit etwas Tahini-Joghurt.
Jetzt im Winter kann ich mir auch gut Rosenkohl, Pastinake, Steckruebe oder Petersilienwurzel als Roestgemuese zum (Sonntags-) Braten vorstellen.

Eines meiner ersten Eintraege 2009 im Blog, war ein Gemuese Gericht vom Blech. Irgendwann kam dann 2010 das Kuerbisgemuese aus dem Ofen dazu, und seither nichts. Es gibt keinen weiteren Blogeintrag mit Roestgemuese aus dem Ofen. Ist mir gerade so aufgefallen. Wird ja wirklich wieder Zeit.

Daher meine lieben Leser, endlich nach Jahren (mal wieder) ein einfaches Gericht aus dem Ofen, auch wenn es schon im Herbst bei uns auf dem Tisch stand.

Lasst es Euch schmecken!

2 grosse Rote Rueben
800 g kleinere Kartoffeln
1 Hokkaido Kuerbis (ca. 700 g)
4-5 EL Rapsoel
1-2 EL getrockneten Rosmarin
Salz und Pfeffer nach Geschmack
etwas Koriandergruen oder glatte Petersilie
etwas grobes Meersalz (Fleur de Sel) zum Bestreuen
einige Spritzer Olivenoel von guter Qualitaet

Die Rote Bete waschen, trocknen und in Alufolie einschlagen. In den vorgheizten Backofen bei 200 C Grad vorgaren. Die Rueben duerfen nicht zu weich sein. Je nach Groesse so 20 - 30 Min. backen. Beim einstechen mit dem Messer muss noch ein leichter Widerstand zu spueren sein.

Kartoffeln waschen und in einem Topf mit Salzwasser aufsetzen. Diese nur so 10 -15 Min. vorgaren. Das spitze Messer muss noch einen deutlichen Widerstand haben beim einstechen.

Waehrend beide Gemuesesorten garen koennen wir den Kuerbis vorbereiten. Diesen unter heissem Wasser abschruben, halbieren und Kerngehaeuse entfernen. Nun beide Haelften in Halbmonde schneiden, so ca. 1/2 cm dick.

Sobald die Rueben fertig sind aus dem Ofen nehmen, kurz abkuehlen lassen, schaelen und in Wuerfel schneiden.
Kartoffeln abgiessen, ausdampfen lassen und halbieren.

Nun alle 3 Gemuesearten auf ein Backblech geben. Salzen, pfeffern, Rosmarin darueber streuen und das Rapsoel darueber geben. Mit den Haenden alles gut vermengen, so dass die Gewuerze und das Oel gut verteilt wurden.
Im vorgeheizten Backofen bei 200 C Grad solange im Ofen lassen bis der Kuerbis weich ist. Das dauert so 25-35 Min. Die letzten 10 Minuten von Ober- Unterhitze auf die Grillfunktion des Backofens umschalten.

Zwischenzeitlich das Koriandergruen waschen und trocken schleudern.
Sobald das Gemuse fertig ist, auf einem grossen Servierteller anrichten und ein klein wenig mit Fleur de Sel bestreuen. Wer moechte kann noch einige Spritzer gutes Olivenoel darueber geben. Koriandergruen darauf geben und fertig zum servieren.

Samstag, 16. Januar 2016

Haselnuss-Semmeln zum Fruehstueck

Haselnuss-Semmeln

Habt Ihr noch von Weihnachten gemahlene Haselnuesse uebrig? Dann haette ich heute ein Rezept fuer Euch, in dem Ihr ein wenig von dem Vorrat losbringen koennt. Natuerlich koennt Ihr die Nuesse beliebig austauschen und ersetzen. Zum Beispiel durch Walnuesse oder Mandeln, falls die noch in Eurem Vorratsschrank zu finden sind.

Vielleicht noch ein paar Fakten zu den Nuessen.
Wie alle Nuesse sind auch die Haselnuesse sehr kalorienreich. Diese bringen es auf ca. 640 Kilokalorien pro 100 g. Aber natuerlich sind sie auch recht gesund, denn u. a. enthalten sie recht viel Kalzium, Magnesium und Eisen.

Der Gaertner Blog hat sein Dezember-Garten-Blog-Event in Januar rein verlaengert. Das freut mich sehr, da im Dezember einfach keine Zeit uebrig war um ein Rezept einzureichen.

Fuer 8 Broetchen braucht Ihr:

250 g Weizenvollkornmehl
250 g Brotmehl (Typ 550)
100 g gemahlene Haselnuesse
1 TL Meersalz
7 g Trockenhefe
370 ml lauwarmes Wasser
30 ml Pflanzenoel

Die Mehle mit den gemahlenen Haselnuessen, der Hefe und dem Salz in einer Schuessel mischen. Das Wasser mit dem Pflanzenoel mischen und zu den trockenen Zutaten geben.
Nun daraus einen geschmeidigen Teig kneten und diesen fuer 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

Danach nochmals durchkneten und den Teig zu einer Schlange formen. Davon 8 gleich grosse Teiglinge abstechen und diese zu Broetchen formen.

Backofen auf 200 C Grad vorheizen.

Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech die Broetchen legen, einschneiden und nochmals fuer 15 Min. gehen lassen.

Im Backofen bei 200 C Grad so ca. 20-30 Min. backen.

Es gibt noch ein Haselnuss-Brot im Blog, falls Ihr das mal ausprobieren moechtet.

Sonntag, 10. Januar 2016

Blaetterteig Quiche mit Schwarzwurzeln

Blaetterteig-Quiche-Schwarzwurzeln

Schwarzwurzeln sind ein besonders feines Wintergemuese und ein Super-Gemuese fuer Diabetiker. Der Grund dafuer liegt in den Inhaltsstoffen dieses Wurzelgemueses.
Eines dieser Stoffe ist Inulin. Inulin ist ein Polysaccharid, welches im Magen von Enzymen und Saeure in Einfachzucker (Fructose) aufgespalten wird. Fructose ist eine Form der Kohlenhydrate, die für Diabetiker leicht zu verwerten ist.
Deshalb meine Lieben, moechte ich Euch dieses Gemuese heute etwas naeher bringen in From von einer leckeren Quiche.

Ich habe der einfachheithalber die Schwarzwurzeln aus der Dose genommen. Ihr koennt aber auch frische verwenden (was eh gesuender ist), muesst aber dafuer etwas Zeit eruebrigen um diese zu schaelen und zu saeubern.

Am Besten geht das wenn Ihr Euch dazu Handschuhe anzieht und das Spuelbecken mit Wasser voll laufen lasst und einen guten Schuss Essig in das frische Wasser gebt.
Die Wurzeln dann mit einem Sparschaeler unter Wasser schaelen. Danach gleich ins Kochwasser geben oder nochmals separat in eine Schuessel mit etwas Essigwasser Zwischenparken.

Der Grund fuer diese Umstaendliche Art ist der klebrige Milchsaft der Austritt beim schaelen und schneiden des Gemueses. Dieser hinterlaesst dunkle Flecken auf Haut und Kleidung (deshalb immer Schuerze an) und oxidiert sofort an der Luft.

Fuer eine 26 cm Springform:

500 g Schwarzwurzeln (aus dem Glas oder Dose)
250 g Rosenkohl
30 g geraeuchertes Wammerl
1 Zwiebel
2 EL frisch gehackte Petersilie
200 ml suesse Sahne
200 ml Sauerrahm
4 Eier
3 EL geriebenen Parmesan
2 Pck. ungesuessten Blaetterteig oder Filoteig
Salz und Pfeffer nach Geschmack

Zwiebel schaelen und wuerfeln, das Wammerl ebenfalls fein wuerfeln. Den Rosenkohl putzen und aeussere welke Blaetter entfernen, danach vierteln. Denn Blaetterteig gegebenfalls auftauen. Die Schwarzwurzeln in einem Sieb abtropfen lassen.

Den Backofen auf 200 C Grad Ober- u. Unterhitze vorheizen.

In einer Pfanne 1 EL Oel erhitzen und dort den Bauchspeck mit den Zwiebeln duensten. Nach ca. 1 Minuten den Rosenkohl dazu geben und weiter braten bis der Speck gut gebraeunt ist, mit allen anderen Zutaten.
Danach den Herd ausstellen und stehen lassen bis die Fuellung gebraucht wird.

Nebenbei eine Springform etwas einfetten und mit Backpapier auslegen. Auf die Seite stellen. In einer Schuessel Sauerrahm, Sahne, Eier, Parmesan, Petersilie, sowie Salz und Pfeffer verruehren.

Nun die Springform mit dem Blaetter- oder Filoteig auslegen. Die Schwarzwurzeln mit dem Gemuese in der Pfanne mischen und in die Backform geben.
Jetzt die Eier-Sahnemischung darueber verteilen und in den Backofen auf die mittlere Schiene stellen. Die Quiche ist nach ca. 60 Minuten fertig gebacken.

Schmeckt warm oder kalt sehr gut!

Ihr moegt Schwarzwurzeln? Dann haette ich noch einen Blumenkohl-Schwarzwurzel Stampf fuer Euch.

Donnerstag, 7. Januar 2016

Masala Chai...

Masala-Chai

...oder auch in Deutschland Chai Tea genannt.

Das heisst woertlich uebersetzt: "Tee Tee." Klingt komisch? Ja, find ich auch.
Na ja, jedenfalls als ich es das erstemal vor ein paar Jahren so in Deutschland gehoert hatte. Da stand ich etwas betroeppelt an der Theke eines Coffee Shop's und fragte meine Schwaegerin was das denn sein soll?
Nach Ihrer Erklaerung, bestellte ich mir voller Vorfreude dann so einen Chai Tea und war entsetzt! Puh, viel zu suess und zu wenig Tee Geschmack. Irgendwie unecht.
Aber auch kein Wunder, nachdem ich herausfand das es einfach nur ein Pulver ist, welches mit Milch oder Wasser angeruehrt wird.

Lange schon wollte ich Euch den "echten" Gewuerztee naeherbringen. Aber hier im subtropischen Klima von Shenzhen ist so ein heisser Gewuerztee nicht das ideale Erfrischungsgetraenk :-)
Zur Zeit schlaegt das Wetter so seine Eskapaden und es ist recht frisch bei uns, um nicht zu sagen kuehl (besonders in den Wohnungen). So dass ein waermender Tee genau das Richtige ist. Gerade auch fuer Euch in Deutschland wenn es draussen Minus Temperaturen hat und der erste Schnee leise faellt.

Es gibt in Indien kein festes Rezept fuer die Teezubereitung. Die Hauptbestandteile sind schwarzer Tee. Am Besten ist der Red Label oder Taj Mahal Tee dafuer geeignet. Assam geht auch. Aber bitte verwendet keinen Darjeeling. Dieser waere viel zu Schade fuer einen Milchtee mit Gewuerzen und der Eigengeschmack des Tees geht auch unter. Desweiteren Milch, Zucker und natuerlich Gewuerze.


So, los geht's mit der Teezubereitung:

8 Kardamom Kapseln
1 Sternanis
3 ganze Nelken
3 schwarze Pfefferkoerner
1/2 EL Fenchelsamen
1,5 Stangen Zimt

1/2 l Wasser, Raumtemperatur

Nehmt einen Stieltopf und gebt dort die Gewuerze hinein. Diese roestet ihr nun auf kleiner Flamme im Topf an bis es zum duften anfaengt. Kochfeld ausschalten und das Wasser in den Topf geben.
Das Ganze lasst ihr nun 24 bis 48 Std. ziehen.

Danach den Gewuerzsud in ein Schraubglas umfuellen und dabei die Gewuerze abseihen. Das hat den Vorteil, jeder kann noch nach eigenem Geschmack nachdosieren.

Jetzt kommen wir zum eigentlichen Tee:

1/4 l Wasser
1/8 l Gewuerzsud
2 duenne Scheibchen frischen Ingwer
2 EL schwarzen Tee
1/2 l Milch
1,5 EL Buchweizenhonig (oder welches Suessungsmittel Ihr bevorzugt)

Wasser, Gewuerzsud, Ingwer und Tee in einen Stieltopf geben und aufkochen. Fuer knapp 1 Minute koecheln lassen. Den Ingwer aus dem Topf nehmen, die Milch aufgiessen und den Honig hinzufuegen. Hitze nach unten schalten.
Sobald alles wieder zum koecheln anfaengt, die Hitze nach oben drehen und dabei bleiben.
Wenn die Milch zum kochen anfaengt und nach oben steigt, runter mit der Hitze und den Topf kurz vom Herd nehmen. Das wiederholt Ihr 3-5 Mal und danach ist Euer Tee fertig.

Wer moechte kann nun einen zweiten Topf zur Hand nehmen und den Tee mit grossem Schwung ein paarmal hin- und hergiessen. Das hat den Effekt das der Tee etwas abkuehlt und man diesen gleich trinken kann. Als zweiten Nebeneffekt kommt so etwas Luft in die Milch und der Tee wird cremiger.

Chai-Masala

Natuerlich gibt es auch eine schnelle Version.

Alle Gewuerze in einen Stieltopf geben und bei kleiner Flamme leicht anroesten bis diese zum duften anfangen. 1/4 l Wasser aufgiessen und den Tee hineingeben. Aufkochen lassen und fuer 1-2 Minuten simmern.
Danach die Milch (1/2 Liter) hineingiessen und genauso verfahren wie oben angegeben.

Viel Spass beim Tee brauen.

Tina von Foodina fragt uns, ob wir beim Geruch von Zimt, Nelken und Kardamom nun eher an die Weihnachtsbaeckerei denken oder mit dem indischen Essen in Verbindung bringen?
Bei mir ist es sowohl als auch. Wobei mich nun diese 3 Gewuerze eher an indisch klebrige Suessigkeiten erinnern als an ein herzhaftes Curry.
Host von diesem Event ist wie immer der Kochtopf von Zorra.

Herzlich Willkommen

Auf diesen Seiten moechte ich Anregungen geben, fuer all diejenigen, die sich gerne gesuender Ernaehren wollen bzw. muessen. Gerade speziell auch fuer Menschen, die an Diabetes 2 erkrankt sind und dadurch langfristig ihr Essverhalten umstellen muessen. Es werden hier hauptsaechlich Rezepte gezeigt die sich an dem Glykaemischen Index und der Vollwertkueche orientieren, um so auch weiterhin genussvoll Essen zu koennen.

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Sandra Fruehstueck, Peninsula II, Block 7, Unit2, 9 D/E, Jin Shi Ji Lu, Shekou, Nanshan District Shenzhen, China +86-186-6638-1062 gesundgeniessen@yahoo.de

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